Hospiz- und Palliativversorgung

1. Einleitung

Palliative Care beschreibt die pflegerische und medizinische Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Palliative Care ist eine Teamleistung von Palliativmedizin und Hospizarbeit, die sich an Patienten und deren Angehörige richtet. Das Konzept berücksichtigt die aktuelle körperliche, seelische, soziale und spirituelle Situation und die daraus folgenden Bedürfnisse. Verschiedene, nicht nur im Gesundheitswesen tätige Berufsgruppen setzen Palliative Care in enger Vernetzung und in Hinblick auf Wunsch und Willen des Patienten um: Neben ärztlichem und Pflegepersonal beteiligen sich auch Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorger, Sozialarbeiter sowie ehrenamtliche Helfer. Angehörige werden als nahestehende Begleiter des Schwerkranken mit einbezogen und erfahren ebenso wie der Patient Unterstützung und Zuwendung. Eine Grundhaltung der Palliative Care ist die Akzeptanz der Endlichkeit des Lebens. Palliative Care lehnt aber aktive Sterbehilfe ab!

1. Palliativmedizin: Ganzheitliche Behandlung von Patienten mit weit fortgeschrittenen nicht mehr heilbaren Erkrankungen und einer begrenzten Lebenserwartung. Im Vordergrund stehen die Beherrschung von Schmerzen und anderen Krankheitsbeschwerden. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität des Patienten – sein subjektives Wohlbefinden, seine Wünsche und Ziele – stehen im Vordergrund der Behandlung. Palliativmedizin ist ein Teilbereich des Gesamtkonzeptes Palliative Care.

2. Hospizarbeit beinhaltet die Idee der ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung, die das Sterben und den Tod als wichtigen Teil des Lebens betrachtet. Die Hospizbewegung bietet in der letzten Lebensphase Pflege und medizinische Behandlung im häuslichen und stationären Bereich. Sterbende Menschen sollen in der ihnen verbleibenden Lebenszeit ihren individuellen Wünschen entsprechend und bis zuletzt würdevoll leben können. Somit ist die Hospizarbeit auch Teilbereich des Gesamtkonzeptes Palliative Care.

3. Ambulante Hospizdienste stehen Sterbenden und deren Nahestehenden in ihrer vertrauten Umgebung anteilnehmend zur Seite, entlasten Angehörige, nehmen sich Zeit und sind offen für Gespräche zum Thema Tod und Sterben und Trauer. Sorgfältig ausgewählte und gut geschulte ehrenamtliche Hospizhelfer begleiten die Patienten und deren Angehörige unter der Leitung von Hauptamtlichen Koordinatoren.

4. Stationäre Hospize sind meist kleine Einrichtungen mit familiärem Charakter, die auf die besonderen Bedürfnisse sterbender Menschen eingehen. Die Patienten erhalten hier eine Schmerztherapie und individuelle Pflege. Nahestehende werden auf Wunsch in die Pflege und Begleitung einbezogen. Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit der Hauptamtlichen.

5. Palliativstationen sind eigenständige und meist an ein Krankenhaus angeschlossene Stationen. Hier werden Patienten aufgenommen, zur Linderung akuter wie psychosozialer Beschwerden die durch die Krankheit oder in Folge von Therapien auftreten. Des Weiteren bieten sie Unterstützung zur Krankheitsbewältigung an. Ziel ist es, Patienten gut symptomkontrolliert in das häusliche Umfeld zu entlassen.

6. Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) Seit 2007 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf palliative Versorgung (SGHB 37b – 132d). Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Sie dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, fördern und zu verbessern sowie ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in der vertrauten und häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Ein Team setzt sich aus Palliativfachkräften, Palliativärzten, Seelsorgern, Psychoonkologen zusammen und arbeitet eng mit den Hausärzten, Pflegediensten, Pflegeheimen und ambulanten Hospizdiensten zusammen. Durch eine 24 Stunden Rufbereitschaft können Symptome zuhause gelindert werden und eine Krankenhauseinweisung vermieden werden. Des Weiteren besteht aber auch die Möglichkeit der einmaligen Palliativberatung zuhause.

2. Vorsorge

Dort sterben, wo ich hingehöre. Obwohl die Mehrzahl der Befragten zu Hause sterben möchte, ereignen sich 50% der Todesfälle im Krankenhaus, weitere 20% in Pflegeheimen. Eine Alternative zum Krankenhaus bietet die Hospiz- und Palliativversorgung. Wichtig ist, die eigenen Wünsche festzulegen, dies kann in Form einer Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung geschehen.

Eine Vorsorgevollmacht ist die schriftliche Bevollmächtigung für den Fall, dass die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, Ihren Willen selbst zu äußern. Sie gestattet einer oder mehreren Personen, Entscheidungen mit bindender Wirkung für diese zu treffen.

Eine Patientenverfügung ist die schriftliche oder mündliche Willensäußerung einer entscheidungsfähigen Patientin zur zukünftigen Behandlung für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit. Mit ihr kann die Patientin unter anderem bestimmen, ob und in welchem Umfang bei ihr in bestimmten, näher beschriebenen Krankensituationen medizinische Maßnahmen eingesetzt werden sollen.

3. Links Palliativnetz Offenbach

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. Cicely Saunders (1918-2005), Begründerin der modernen Palliativbewegung.

• Asklepios Seligenstadt http://www.asklepios.com/seligenstadt
• Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. http://www.dgpalliativmedizin.de
• Deutsche Hospiz Stiftung http://www.dhp-stiftung.de
• Deutscher Hospiz- und Palliativverband e.V. http://www.dhpv.de
• Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e. V. http://www.hilfe-fuer-kinder-krebskranker.de
• Hospizgruppe Seligenstadt http://www.hospiz-seligenstadt.de
• Hospiz-und Palliativdienst der
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. http://www.juh-offenbach.de
• Ketteler Krankenhaus http://www.ketteler-krankenhaus.de
• Klinikum Offenbach http://www.klinikum-offenbach.de
• Krebsinformationsdienst http://www.krebsinformationsdienst.de
• Malteser Hilfsdienst Stadt und Kreis Offenbach e.V. http://www.malteser-offenbach.de.
• Ökumenische Hospizbewegung Offenbach e.V. http://www.hospiz-offenbach.de
• Palliativmedizin Deutschland http://www.dgpalliativmedizin.de
• Palliativnetz Stadt und Kreis Offenbach e.V., L http://www.palliativnetz-offenbach.de
• Palliativportal http://www.palliativ-portal.de

4. Stationäre Hospizdienste

in Offenbach : Hospiz Fanny de la Roche (am Ketteler Krankenhaus), Lichtenplattenweg 83, 63071 Offenbach, Telefon 069 8509 869-0, Fax: 069 8509 869-10, info@hospiz-fanny-de-la-roche.de, www.hospiz-fanny-se-la-roche.de.

in Frankfurt: Evangelisches Hospiz Frankfurt am Main gGmbH, Rechneigrabenstr. 12, 60311 Frankfurt am Main, Telefon: 069 299879-0, Telefax: 069 299879-60, info@hospiz-frankfurt.de, www.hospiz-frankfurt.de und
Hospiz Sankt Katharina, Seckbacher Landstr. 65E, 60389 Frankfurt am Main, info@hospiz-sankt-katharine.de.

in Darmstadt: Elisabethen-Hospiz, Agaplesion Elisabethenstift , Elisabethen-Hospiz gGmbH, Landgraf-Georg-Str. 100, 64287 Darmstadt (Eingang Stiftstr. 12b), Telefon 06151 403-7670, Fax: 06151 403 7679, elisabethen-hospiz@eke-da.de

in Hanau: Hospiz Louise de Marillac, Nussallee 30, 63450 Hanau, Telefon: (06181) 50 70 50, Telefax: (06181) 50 70 5 -121, E-Mail: hospiz@hbs-fd.de, www.hospiz-louise-hanau.

5. Geriatrische Stationen
Geriatrie – auch Altersmedizin genannt – befasst sich mit Erkrankungen und Unfallfolgen bei alten Menschen. Schwerpunkte sind Immobilität, Sturz, Inkontinenz, Demenz, Depressionen und Mangelernährung. Geriatrie ist die hierauf abzielende, einen ganzheitlichen Ansatz verfolgende, Medizin. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen so lange wie möglich zu erhalten, wobei aber das Potential vorhanden sein muss, eine Verbesserung zu erreichen.

• Asklepios Klinik Seligenstadt , Klinik für Akutgeriatrie und Geriatrische Frührehabilitation Frau Dr. Beate Manus, Dudenhöfer Straße 9, D-63500 Seligenstadt, Tel.: 06182 / 838401, Fax: 061 82 / 83 84 02, Email: b.manus@asklepios.com, Internet: http://www.asklepios.com/seligenstadt
• Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, Geriatrische Klinik Herr Dr. med. Martin Schunck Krankenhausstraße 11, D-64823 Groß-Umstadt, Tel.: 06 078 / 79 – 2301, Fax: 06 078 / 79 – 1813, Email: m.schunck@kreiskliniken-dadi.de, Internet: http://www.kreiskliniken-dadi.de
• Agaplesion Elisabethenstift gGmbH, Klinik für Geriatrische Medizin Herr PD Dr. med. Mathias Pfisterer, Landgraf-Georg-Straße 100, D-64287 Darmstadt, Tel.: 06151 / 403 – 3001, Fax: 06151 / 403 – 3009, Email: pfisterer.mathias@eke-da.de, Internet: http://www.krankenhaus-elisabethenstift.de
• Hufelandhaus Frankfurt/Main, Geriatrische Klinik des Sankt-Katharinen-Krankenhauses Herr Dr. med. Leonhard Fricke, Wilhelmshöher Straße 34, D-60389 Frankfurt/Main, Tel.: 069 / 4704-401 / -400, Fax: 069 / 4704-415, Email: leonhard.fricke@sankt-katharinen-ffm.de, Internet: http://www.st-katharinen-ffm.de
• Agaplesion Markus Krankenhaus, Medizinisch-Geriatrische Klinik Herr PD Dr. med. Püllen, Wilhelm-Epstein-Straße 4, D-60431 Frankfurt / M., Tel.: 069 / 959 37 – 53 11, Fax: 069 / 95937 – 5399, Email: rupert.puellen@fdk.info, Internet: http://www.fdk.info
• Klinikum Frankfurt-Höchst GmbH, Klinik für Altersmedizin, Geriatrische Tagesklinik, Frau Claudia Ankerst / Frau Dr. med. Kerstin Amado, Gotenstraße 6-8, D-65929 Frankfurt / M.
• Tel.: 069 / 31 06 – 28 90,Fax: 069 / 31 06 – 25 46, Email: geriatrie-station-b23@klinikumfrankfurt.de, Internet: http://www.klinikumfrankfurt.de

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